Peking: Die große Mauer

Wenn man dann schonmal um die halbe Welt geflogen ist und China besuchen durfte wäre es mehr als schade wenn man sich die Chinesische Mauer nicht anschauen kann.
In unserem originalen Plan war dieser Besuch nicht vorgesehen, die private Anreise ohne Reiseunternehmen von China aus zu buchen wäre zu aufwendig, auf Gut Glück mit dem Bus aufzubrechen wurde uns abgeraten. Also beschlossen wir dieses Erlebnis nicht mit zu Planen.

Donnerstags wurde uns dann mitgeteilt das am Freitag kein Training stattfinden kann da wohl eine große Messe/Meeting vorbereitet werden musste und die Kollegen unabkömmlich waren. Als alternative wurden wir gefragt ob wir denn die „great wall“ nicht besichtigen möchten. Man würde uns dort hinfahren und eine Kollegin zur Seite stellen und dann auch wieder abholen.

Hätten wir da Nein! sagen sollen? Ich glaube nicht.

So wurden wir also gebeten morgens – recht früh – in die Hotellobby zu kommen. Es wäre nötig frühzeitig aufzubrechen um nicht in den riesigen Besucherstrom zu geraten. Brav wie wir sind waren wir pünktlich und sind dann ca. 1,5 Stunden nach Badaling gefahren.

Als wir ankommen sehen wir ein für uns sehr ungewohntes Bild: Viele chinesische Studenten/Schüler in Schuluniformen die tatsächlich in Reih und Glied an den Zugangsschranken anstehen. Wenn ich mich da an meine Schulausflüge der Vergangenheit erinnere kommt da „in Reih und Glied irgendwo anstehen“ sicherlich genau gar nicht vor.

Eingang und Kasse

Eingang und Kasse

Wie das so ist, wenn du keinen Eintrag bezahlt hast hast du es nicht gesehen, also haben wir auch ein Ticket gekauft, in anbetracht der Schlangen ging das wirklich extrem schnell. Und so sieht das aus:

The Great Wall - Ticket

The Great Wall – Ticket

Hiermit gingen dann wir durch die Schranken und haben uns für den rechten „Flügel“ der Mauer entschieden.
Bevor ich jetzt hier die Bilder zeige möchte ich noch erwähnen wie beeindruckend diese Mauer ist wenn man wirklich davor oder drauf steht, hier wurde nicht um einen Hügel herum gebaut, sondern erst rauf und dann wieder runter.. und auf den nächsten wieder rauf. Die Wege sind oft sehr steil und die Stufen recht glattgetreten und schlüpfrig, manchmal sowohl hoch als auch runter echt anstrengend.

Ich war perplex wieviele wirklich alte Menschen diese Mühe auf sich nehmen wirklich bis zu diesem Ende der Mauer zu gelangen. Mit Gehstöcken und am Arm vom Partner oder Sohn/Enkel überall Omas und Opas.
Das zweife phänomen war das Schuhwerk das viele trugen, von High Heels bis hin zu Flip Flops war alles dabei. Nur in kurzen Hosen war ausser dem Stefan keiner unterwegs ;-).

Die Wege sind Steil

Die Wege sind Steil

Stefan ist wirklich groß hier in China

Wenn ein Fels im Weg ist, einfach unterbrechen

Wenn ein Fels im Weg ist, einfach unterbrechen

The Great Wall

The Great Wall

Ausguck

Ausguck

The Great Wall

The Great Wall

The Great Wall

The Great Wall

Irgendwo auf dem Rückweg sind uns an der Seite viele Menschen beim Schlangestehen aufgefallen und unsere Begleiterin hat uns erklärt das es dort mit einer Art Sommerrodelbahn runter geht und viele das machen. Wir haben uns aber für unser gute geeignetes Schuhwerk und den Fußweg entschieden. Wäre aber sicherlich auch lustig gewesen.. wenn man nicht hätte anstehen müssen und uns ein Hüngerchen geplagt hätte.

Abfahrt mit "Schlitten"

Abfahrt mit „Schlitten“

Snacks

Snacks gegen das Hüngerchen

Wir waren recht lange unterwegs und die Füße haben zumindest mir ziemlich weh getan, der Stefan sah noch frisch aus aber der geht ja auch immer „in die Berge“. Zum Abschluss haben wir uns im dortigen Souvenir Shop noch umgesehen und ein paar Kleinigkeiten gekauft.

Den Rest des Nachmittags haben wir noch ein wenig gearbeitet, immerhin werde ich Stefan zwei Tage später alleine lassen. Er wird noch weiter durch China reisen bevor er privat Australien entdeckt und ich muss einfach wieder ins Büro.

Wie wir am Abend unser erstes Essen alleine und von unbebilderten Karten bestellt haben ist dann aber eine eigene Geschichte Wert!

Beste Grüße

Wednesday

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