Peking: Firmenabendessen 2

Nach einem weiteren recht Arbeitsamen Tag wurde uns dann ein authentischeres Abendessen und ein Ausflug zu den hiesigen Bars versprochen.
Wir wurden also vom Taxi in der Nähe von Glocken – und Trommelturm abgesetzt und haben uns dann durch einige Gassen auf gemacht in unser „Restaurant“.

Gasse zum "Restaurant"

Gasse zum „Restaurant“

"Restaurant"

„Restaurant“

Dort wo es oben im Bild so schön beleuchtet ist haben wir aber nicht gesessen sondern sind eine weitere Gasse entlang gegangen und sassen dann einem nicht allzugroßen Raum wo uns ein Tisch zugeteilt wurde.
Der chinesische Kollege ist dann nochmal kurz Weg um die Bestellung aufzugeben und dann gab es erstmal das wovon die Chinesen glauben das es Bier ist und aus Schalen getrunken wird. Da freut sich das eingebayerte Herz.. ein Bierchen 😉 Also wenn ihr auf den folgenden Bildern ein Schälchen mit blassgelber Flüssigkeit seht, das ist unser Bier!

An diesem Abend musste ich mehrfach an die Kommentare von Freunden und Kollegen denken „ja nix zu essen weil man ja nie weiss“, ich muss hier aber definitiv die Lanze brechen.

Uns wurden also diverse mehr oder weniger vegetarische Gerichte sowie jede Menge Fleischspiesse angeschleppt. Die Kombination einiger Zutaten war schon ungewöhnlich aber ich muss sagen, geschmacklich war nichts dabei was ich nicht wieder essen würde. Die Rinderarterie die man kombiniert mit einem Stück gegrilltem ?Fett? isst war vom Kaugefühl etwas merkwürdig aber das war auch schon das „schlimmste“.
Der Kartoffelsalat war schon fast europäisch und wirklich Lecker, Tomaten werden gezuckert und nicht gesalzen, der Gurkensalat war großartig, der Eierkram erinnerte an Rührei, also alles nichts sonderlich spezielles.

Beim Fleisch und den Meeresfrüchten waren schon exotischere Auswahlen dabei, Venusmuscheln, scharf und süsslich, Hühnerteile (Keulen, Flügel und Knöchel, wirklich Knöchel – etwas knorpelig aber hammer gewürzt!), Tofuspiesse, Lammnierchen und weiss der Himmel was das noch alles war. Alles wunderbar gegrillt und leicht scharf gewürzt. Umami lässt grüssen.

Dazu immer reichlich Bier.
Wir haben sicherlich 2 Stunden gegessen und wurden immer wieder überrascht was man doch alles essen kann und wie gut alles war.

Mein grundsätzliches Fazit zum essen in China möchte ich zwar separat verfassen, aber einen kurzen Kommentar möchte ich hier schon einfließen lassen:

Esst was andere auch essen, damit kann man nicht so verkehrt liegen. Seit mutig und experimentierfreudig aber verlasst euch auch auf euren gesunden Instinkt. Wenn etwas euch komisch vorkommt, vielleicht stinkts, vielleicht ist die Farbe doch sehr unnatürlich – lasst es einfach weg. Aber Angstvoll und übervorsichtig muss keiner sein!

Tafel im Hinterhofrestaurant

Tafel im Hinterhofrestaurant

Tafel im Hinterhofrestaurant

Tafel im Hinterhofrestaurant

Fleischspiesse

Fleischspiesse

Nachdem wir uns ordentlich den Bauch voll geschlagen haben ging es dann durch eine kleine Künstlerstrasse direkt zum Beihei district wo sich die Bars am Fluss entlang schlängeln. Das sieht dann so aus:

Bars

Bars

Und man muss sich eine davon aussuchen, ganz klassisch wird – wie überall wo sich viele Bars häufen – vor jeder Bar ein Marktschreier positioniert der einem dann versucht in das eigene Lokal zu ziehen. Wenn man lukrativ (sprich nicht chinesisch) aussieht wird man auch die gesamte „Meile“ entlang verfolgt.

Unsere Kollegen haben sich dann für diese entschieden (fragt nicht nach welchen Kriterien gefühlt waren alle ähnlich):

Bar

Bar

Innen ist es übrigens genauso ausgeleuchtet ;-). Wir sind aber dann auf die Dachterasse gezogen, warm genug war es allemal.
Am Tisch wurde sofort Popcorn abgestellt und auch unsere Bestellung aufgenommen (ich hatte nicht das Gefühl das diejenigen die Bestellungen aufnehmen fest angestellt sind, eher so das sie unten kauften und oben weiterverkauften, aber was weiss ich) und sofort geliefert. Lustige Bierchen mit fast keinem Alkohol.

Bier

Bier

Wir haben dann schnell festgestellt das das Ziel unserer chinesischen Kollegen war, uns abzufüllen. Nun ist das in Bayern aber so das wir gerne stärkeres Bier trinken als die Chinesen, und vor allem halbliterweise.
Stefan und Mein Bier waren sehr schnell geleert und es wurde zu Trinkspielen übergegangen (ja mit Bier), die aber alles das Problem hatten das man fast nie dazu kam was zu trinken. Also haben wir uns eine „Durstflasche“ dazubestellt.
Immer wenn man doch mal ein kleines Gläschen Bier trinken musste weil das die Spielregeln so vorgaben wurde dann gefragt ob es einem noch gut geht… lustig.

Ausserdem gibt es auf meinem Handy lustige Aufnahmen davon wie ich versuche chinesisch zu sprechen und auch davon wie die Kollegen versuchten deutsch zu lernen.

Trinkspiel

Trinkspiel

Zu einer interessanten Zeit haben dann unsere „Bedienungen“ auch junge Damen an den Tisch geführt und angepriesen.. wir haben sie weggeschickt, aber am Nachbartisch durften sie sich dazusetzen.. mehr möchte ich zu diesem Erlebnis nicht sagen, es aber auch nicht unterschlagen. Alleine würde ich in diese Bars nicht gehen!

Irgendwann hatten Stefan und ich das Gefühl das unsere Kollegen genug hatten und gebeten den Abend zu beenden.

Doch ziemlich erledigt bin ich ins Bett gefallen und habe geschlafen wie ein Stein! Den nächsten Abend haben wir lieber gemütlich im Hotel verbracht, man braucht ja auch mal eine Pause von dem Trubel.

Von der Großen Mauer, unserem ersten Abendessen ohne Bilder und Hilfe sowie der verbotenen Stadt berichte ich ein andermal.

Beste Grüße

Wednesday

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Eine Antwort zu “Peking: Firmenabendessen 2

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