Panjinyuan Antikmarket

Für Sonntag den 6. April haben wir uns als Erste Station den Panjinyuan Antikmarkt vorgenommen. Eine Mischung aus Flohmarkt und Neuwarenmarkt ohne jegliche sprachliche Verständigungsmöglichkeit, dafür jedoch mit Taschenrechnern.

Panjinyuan

Panjinyuan

Das wäre die Kurzfassung dieses Ausflugs, in echt war das natürlich viel eindrucksvoller.
Gefahren sind wir mit unserer „Hauslinie 10“ nach Panjiayuan um kurz verwirrt nach Orientierung vor Ort zu suchen. Direkt vor der U-Bahn Station standen unmengen an Fahrrädern, wie eigentlich überall, aber hier hat es mich doch sehr beeindruckt. Wir gingen dann „rechtsrum“ raus und um die Ecke. Bereits auf der Strasse waren erste Stände aufgebaut bzw. gerade im Aufbau bei der man diverse, vermutlich selbstgemachte, Schmuckstücke aus Holz und Samen kaufen könnte. Außerdem muss man die Rikschafahrer hier echt abwimmeln denn wir möchten natürlich zu Fuß unser Ziel, den Markt erreichen.

Ein paar hundert Meter weiter ging es auch schon durch ein Tor hinein ins Getümmel. Der Markt selbst ist in verschiedene Regionen unterteilt die dann wiederum verschiedene Gegenstandsarten verkaufen.
Rings um den Markt gibt es feste Läden die, so sieht es zumindest aus, eher teureren Krempel an den Mann oder die Frau bringen wollen. Ob diese Dinge tatsächlich echter oder wertiger sind als andere kann ich aber nicht beurteilen.
Dann gibt es einen unüberdachten Bereich in dem die „Stände“ eher aus Tüchern auf dem Boden bestehen auf denen dann die Angebotene Ware arrangiert wird und dann gibt es noch den größten Überdachten bereich in dem es aussieht als gäbe es tatsächlich kleine Buden mit Rückwänden und engen Gässchen dazwischen. Etwas abseits gibt es dann noch einen Bereich der wohl hauptsächlich für Literatur aller Art reserviert ist. Faszinierend.

Keramik

Keramik

Übersichtlich ist anders

Übersichtlich ist anders

Geisha Schuhe? - auf jeden Fall sehr klein und komisch geformt_112518

Geisha Schuhe? – auf jeden Fall sehr klein und komisch geformt

Die Menge an angebotener (meist eben doch keiner „Flohmarktware, aber auch da gab es ausnahmen) Waren erschlägt einem fast, an jedem Stand gibt es tausende Dinge dessen worauf sich der Händler wohl spezialisiert hat. Zwischenzeitlich, in der „Keramikabteilung“ hatten wir tatsächlich das Gefühl das die „Antiken Scherben“ aus Reihe 1-4 eher die Bruchstücke aus den Vasen und anderen Porzellanwaren aus den Reihen 5-8 darstellen die morgens kurz rüber getragen werden. Insgesamt denke ich nicht das man hier wirklich echte Antike Gegenstände kaufen kann, aber immerhin ein nettes Souvenir sollte drin sein, es gibt wirklich ALLES.

Nachdem wir weitestgehend am Porzellan vorbei und uns durch den Stoff gekämpft haben konnte auch ich endlich eine „Winkekatze“ finden die nicht aus Plastik war und dämlich wackelt sondern eine aus Ton mit beiden Händen einfach Oben (was wohl zumindest in Japan laut wiki verpönt ist, aber mir gefällts) und hübsch bemalt! Ich glaube der Liebste war etwas enttäuscht das ich kein Plastikwackeldings gekauft habe. Die Preisverhandlung war gar nicht so schwer, obwohl ich kein Chinesisch und die Chinesen hier kaum Englisch sprechen funktioniert das mit vielen Gesten und einem Taschenrechner für die Verhandlungen ganz ausgezeichnet und ich konnte mein Maneki-neko schnell mitnehmen.

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Winkekatze

Etwas später konnte ich dann ein hübsches Schachspiel in einer kleinen Klappbox kaufen das jetzt mein Wohnzimmerregal ziert. Ich vermute die Box mit dem Brett besteht aus bezogener Pappe und die Figuren sind aus Plastik, dafür aber sehr hübsch, ich bin zufrieden. Wir suchen schon länger eines auf Flohmärkten und nie war ein schlichtes aus Holz zu finden, jetzt wo ich eines in China gekauft habe sind die Flohmärkte voll davon.

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Etwas später wiederum hat es mir ein ?Messing?-Schloss für Truhen angetan, den lustigen Mechanismus hat uns der Verkäufer gestenreich erklärt und mir hat es so gut gefallen (in Form eines Vogels) das ich es ebenfalls mitgenommen habe.

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Und wenn ich mich recht entsinne war es das auch schon mit Souvenirs die ich gekauft habe, und auch nur für mich.

Stefan hat an einem echten Trödelstand eine kleine Trompete entdeckt und als Vollblutmusiker gleich mal „Ein Prosit“ angestimmt. Toll 🙂

pinkes Saxophon

pinkes Saxophon

Zuletzt sind wir dann an den Bücherständen vorbeigetrödelt aber irgendwie habe ich nichts gesehen was ich spontan mitgenommen hätte, irgendwas was irgendwie spannend ausgesehen hätte wäre sicherlich auch noch ein schönes Mitbringsel gewesen.

Bücher Bücher

Bücher Bücher

Auf dem Rückweg haben wir dann leider noch eine sehr unschöne Seite dieser Märkte gesehen, ein Mann hat aus einer kleinen Plastikbox heraus lebende Schildkröten verkauft. Ich weiss nicht ob diese Tiere unter Artenschutz ständen oder zu welchem Zweck sie verkauft wurden, aber das fand ich wirklich Schrecklich und deshalb gibt es hiervon auch kein Bild!
Ein wenig hat es aber leider das Erlebnis geschmälert und wir sind weitergezogen in Richtung alter Sommerpalast.

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Eine Antwort zu “Panjinyuan Antikmarket

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