Korvapuusti – oder wie der Mann eigentlich Zimtschnecken wollte

Wir faulenzen auf dem Sofa, sind sogar zu faul umzuschalten als die eigentliche Sendung (Von Haien und Menschen – auf Planet) zu Ende war.
So kam es das wir – die eigentlich auf Arte beheimatete Sendung – Zu Tisch in… Norwegen angeschaut haben bzw. wir haben uns noch über die vorherige Sendung unterhalten.
Nun hat eben die norwegische Hausfrau munter vor sich hin gekocht (neidisch wurde ich dann beim fangfrischen Wildlachs, aber so richtig) und irgendwann ihren Leuten ein Körbchen Leckereien zur Heuernte aufs Feld gebracht. Und eben in diesem Körbchen befanden sich Zimtschnecken. Die Zimtschnecken wurden leider nicht in der Sendung vorgestellt weshalb die Arte Mediathek natürlich auch kein Rezept dazu findet.
Und weil der Liebste so unbedingt gerne Zimtschnecken wollte und ich – ganz ehrlich – auch lust darauf hatte hab ich mich ganz selbstlos bereit erklärt welche zu zaubern wenn er mir ein Rezept ergoogelt.

Das Resultat war ein Rezept für Korvapuusti, was eigentlich keine Zimtschnecken sind sondern „Ohrfeigen“ und auch nicht aus Norwegen sondern aus Finnland kommen. Aber wer ist schon so kleinlich.

Korvapuusti

Korvapuusti

Ich vermute sie sind etwas kleiner geraten als sie im Original sind, dafür schmecken sie aber sehr sehr lecker.

Korvapuusti

Teig:

  • 500 ml Milch
  • 1 Ei
  • 200 gr Zucker
  • 1 TL Salz
  • 1 EL  Zimt
  • 1 EL Kardamon
  • 2 Päckchen Trockenhefe
  • 1 kg Mehl
  • 200 gr Butter

Füllung:

  • 1 Tasse geschmolzene Butter
  • 1 Tasse Zimtzucker

1 Eigelb zum Bestreichen (optional)

ToDo:

Butter in der Milch auf kleinster Flamme schmelzen und abkühlen lassen.
Zucker, Salz, Zimt, Kardamon, Ei und Trockenhefe in eine Schüssel geben und die Milch einrühren.
Nach und Nach das Mehl dazu geben und schön kneten bis sich der Teig vom Rand der Schüssel löst (so man eine Schüssel verwendet) und dann gehen lassen bis er sich verdoppelt.

Nach dem gehen den Teig Portionsweise quadratisch ausrollen (bei mir 5 mal, ich denke nächstes mal reichen auch 3, dann sind sie größer), mit Butter bestreichen und dem Zimtzucker bestreuen.
Jetzt einfach aufrollen. Der Teil der mich zuerst verwirrt hat lautet „den Teig im Zickzack aufschneiden und dann mit der breiten Seite auf ein Blech legen“ HÄÄÄ?
Also im Zick-Zack aufschneiden sieht in etwa so aus – stellt euch jetzt eine Teigwurst hier in der Zeile vor: /   \   /  \   /  \  so wird die Wurst dann bis zum Ende aufgeschnitten. Voll einfach wenn mans weis.
Jetzt eben diese kleinen Trapeze mit der jeweils dicken Seite nach unten auf das Blech stellen, die Schnittkanten liegen rechts und links offen.
Von oben dann mit einem Holzstäbchen (z.B. Chinastäbchen) eindrücken… also ähh..so:   O|O  (die O sind die Schnittkanten der | das Stäbchen).
Jetzt das ganze mit dem Eigelb bestreichen (wer mag kann hier nochmal Zimtzucker oder Hagelzucker oder oder draufstreuen) und bei 200°C ca. 15-20 Minuten backen.

Warm mit einer Tasse gutem Kaffee ausgezeichnet 🙂

Korvapuusti

Korvapuusti

Die Bürokollegen dürfen sich heute auch noch über eine Auswahl freuen, so viele „Teilchen“ können 2 alleine gar nicht verdrücken. Ich bin mir aber sicher das ich die Korvapuusti nicht zum Letzten mal gemacht habe!

Beste Grüße

Wednesday

Advertisements